Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen.
Rudolf Steiner

Unser Tagesablauf

Das Kind erlebt in einer liebevoll gestalteten Umgebung einen rhythmischen Tagesablauf. Von den Betreuerinnen und Kindergärtnerinnen individuell gestaltet, enthält er doch immer dieselben Elemente - dies gibt Sicherheit und Vertrauen.

 

Immer Wiederkehrendes festigt das Urvertrauen und fördert die Erinnerungsfähigkeit des Kindes. Gemeinsames Spiel nach Vorgabe und freies Spiel wechseln sich ab und geben Struktur. Sprüche, Lieder und Geschichten passend zu den Jahreszeiten wiederholen sich über drei Wochen - diese Form der Wiederholung ermöglicht ein Lernen ohne intellektuelle Überforderung und gibt Geborgenheit durch Wiedererkennen.

 

Das Einfließen von "schulischen Erziehungselementen" wird mit aller Bestimmtheit abgelehnt. Der Waldorfkindergarten möchte das Kind noch "Kind sein" lassen und eine verfrühte Intellektualisierung vermeiden!

 

Das Kind nimmt die Umwelt durch Nachahmung auf und gibt das so Erfasste fantasievoll im Spiel wieder zum Ausdruck. Die Überzeugung, dass das Kind durch Nachahmung lernt und sich so in diese Welt einlebt, setzt hohe Maßstäbe an die Erziehenden. Durch eine stark entwickelte Persönlichkeit soll die Betreuerin eine menschliche und nachahmenswerte Autorität darstellen.

 

Darf das Kind bis zur Schulreife noch wirklich "Kind sein", ohne intellektuelle Einwirkung und Vorschulprogramme, hat es die Möglichkeit, sich daran zu stärken und Kräfte zu sammeln, um den späteren Anforderungen der Schule besser stand zu halten.