Kindergarten Pädagogik

Das Ziel der Waldorfpädagogik ist die Entwicklung einer freien, sich selbst bestimmenden Persönlichkeit, fähig, das soziale Miteinander zu leben. In den ersten sieben Lebensjahren wird dem Kind Raum geschaffen seinen Körper gesund auszubilden und seine seelischen und geistigen Kräfte altersgemäß zu entfalten.

Die drei Säulen der Waldorfpädagogik im Kleinkindalter

Rhythmus und Wiederholung

KG_Backen_IMG_0004Rhythmus gibt Kraft, wirkt harmonisierend und gesundend. Rhythmus bildet Vertrauen, gibt Geborgenheit und Orientierung. Durch Rhythmus wird das Begreifen von Zeitspannen und die Erinnerungsfähigkeit gefördert. Wiederholtes Tun ermöglicht Lernen ohne intellektuelle Erklärungen. Eindrücke und Erlebnisse werden vertieft. Wiederholung ist ein natürliches Bedürfnis der Kindes. („noch einmal“)


Sinnespflege

KG_Wolle_IMG_0034Über die Sinne tritt das Kind mit der Welt in ihren Qualitäten in Verbindung und erlebt sich selbst. So legen wir in Waldorf – Einrichtungen großen Wert auf eine ansprechende Raumatmosphäre. Das Spielmaterial kommt aus der Natur. Täglich vielseitige Bewegungsmöglichkeiten im freien Spiel drinnen und draußen bieten den Kindern alle möglichen Sinneserfahrungen.


Vorbild und Nachahmung

KG_Vorbild und NachahmungDurch unsere täglichen Arbeiten wie Jause und Essen zubereiten, Herstellen und Reparieren von Spielzeug werden die Kinder zum Nachahmen und Spielen angeregt. Die Nachahmungsfähigkeit ist für die Entwicklung der Intelligenz und des Denkens besonders wichtig.

Weiteres…

Kinder

In häuslicher Atmosphäre finden Kinder in Kleinkindergruppen (1½ – ca. 4 Jahre) und im Kindergarten (4 – 7 Jahre) Raum, sich sicher und geborgen zu fühlen und sich zu entfalten. Die Räumlichkeiten sind in der Weise gestaltet, dass sie dem Tätigkeitsdrang und der Schaffensfreude der Kinder entgegenkommen. So erlebt das Kind in einer liebevoll gestalteten Umgebung einen rhythmischen Tageslauf und den Gang des Jahres mit seinen Festen. In der Waldorfpädagogik wird davon ausgegangen, dass das Kind durch Nachahmung lernt.

In diesem Sinne gilt die Betreuerin als Vorbild, die mit bewusster Sorgfalt und Liebe ihre Tätigkeiten verrichtet. Der Ablauf des Tages, stets gleich wiederholt, wird von ihr individuell gestaltet, enthält jedoch immer dieselben Elemente:Das Freispiel, in dessen Verlauf die Kindergärtnerin die Jause bereitet und sich handwerklich betätigt, mit Bienenwachs plastiziert, mit Aquarellfarben malt, stickt, häkelt und dadurch die Kinder zur Nachahmung anregt


Märchen, Geschichten, Puppentheater

„…Es war einmal vor langer Zeit…“

Märchen besitzen wie alle Kunstwerke einen vielschichtigen Reichtum und eine Tiefe. Märchen verzaubern, ihre Botschaften können dem Kind zwar Lösungen anbieten, aber diese bleiben unausgesprochen, das Märchen überlässt es der Fantasie des Kindes, ob und wie es das, was es in der Geschichte vom Leben und vom Wesen des Menschen hört und sieht, auf sich beziehen will. So können Märchen zu freilassenden Orientierungs- und Lebenshilfen für das Kind werden.


Vom Spielzeug – Das Zeug zum Spielen

Spielen ist für das kleine Kind keine „Spielerei“, sondern eine ernsthafte Tätigkeit, die von uns Erwachsenen ebenso ernst genommen werden muss.

Der Waldorfkindergarten bietet dem Kind eine große Auswahl an Spielmöglichkeiten durch das Angebot von Spielzeug aus Naturmaterialien.

Einfache Spielsachen (Puppen, Zwerge, Tiere….) werden von den Kindergärtnerinnen und Eltern selbst hergestellt. Der Umgang mit gerade diesem unvorgefertigten und nicht ins kleinste Detail gehende Spielzeug stärkt und fördert die Fantasiekräfte der Kinder.


Im Garten und draussen

Um die Natur erleben zu können, den Wechsel der Jahreszeiten und des Wetters, können die Kinder im Waldorfkindergarten das ganze Jahr über im Freien spielen.


Feste und Feiern

Im Waldorfkindergarten gehen wir im Jahresrhythmus mit durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter und stellen eine innige Beziehung her zu den im Jahreslauf sich wiederholenden Festen.


Was uns wichtig ist…

…eine gute und enge Zusammenarbeit mit den Eltern, gemeinsame Feste, Basare, der Übergang Kinderkrippe, Kindergarten, Schule wird besonders berücksichtigt. Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit unserer Waldorfschule. Der Bereich Kindergarten-Schule wird besonders berücksichtigt. Laufende Fortbildungen der Mitarbeiter gewährleisten ein aktuelles Handeln.